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	Die Brücke - eine Geschichte gegen die Diktatur
	
	Der Mann suchte den Weg in die Freiheit. An der Grenze
	schossen sie auf ihn. Eine Kugel riss ihm die Hüfte auf.
	Er blieb liegen und verlor viel Blut. Von den Grenzsoldaten
	wurde er in diese Hütte gebracht, die neben einer hölzer-
	nen Brücke stand. Die Brücke führte über einen Bach im
	Sumpf. Sie wurde bewacht.
	Der Mann wusste, sie hielten ihn für einen Verräter
	oder Spion. Er war weder Verräter noch Spion. Aber das
	änderte nichts.
	Er lag auf einem Strohsack und stöhnte. Seine Hüfte
	schmerzte. Draussen flüsterte Wasser. Das war der Bach,
	den sie zur Grenze gemacht hatten. Auf der anderen Seite
	dehnte sich sumpfiges Niemandsland. Dort hatte die Morgen-
	dämmerung ihn überrascht, weil er zu langsam durch den
	Sumpf voran gekommen war. Er erinnerte ihre Rufe, als sie
	ihn entdeckten. Er lief. Sie schossen. Die Kugeln liessen
	feuchte Erde spritzen. Er warf sich hin, schmiegte sich
	an den Boden, der zu saugen begann. Er hielt aus, bis Arme
	und Beine versanken. Er dachte: ich versaufe oder sie knal-
	len mich ab. Nein!
	Er befreite sich von der saugenden Wassererde, sprang
	auf, war Zielscheibe. Es war ein kurzer Schlag. Er genügte,
	um ihn hinzuwerfen - auf ein Grasbüschel. Es wurde der
	einzige feste Punkt in seinem Leben. Er lag zusammengekrümmt
	und blickte zum Wald jenseits des Sumpfs hinüber.---
	Dort wäre er frei gewesen.
	Die Schmerzen begannen, als sie ihn hinüber schafften.
	Das Verhör begann. Er bekam einen Stuhl. Links und rechts
	
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